
Elf von vierzehn einheimischen
Reptilienarten gehören zu den bedrohten Tierarten. Darunter ist auch
die Zauneidechse. Sie ist zwar seit 1967 geschützt, aber trotzdem
nimmt ihr Bestand dauernd ab.
Zauneidechsen finden ihren Lebensraum im Grenzbereich zwischen
Wäldern und Offenland, in Heckenrändern, an Wiesenböschungen und an
Ackerrändern. Zu finden sind sie auch entlang von Strassen,
Eisenbahnlinien und Flussufern. Nebst dem sie ungenutzte Flächen wie
Brachland und Altgras-Streifen suchen, lieben sie auch einzeln
stehende Dornenbüsche sowie Ast- und Steinhaufen. Leider sind solche
Kleinstrukturen in unserer heutigen gepflegten Landschaft selten
geworden. Zudem macht die aus dem Süden eingewanderte Mauereidechse
der einheimischen Zauneidechse den Platz streitig.
Die Albert-Köchlin-Stiftung in Luzern hat ein langfristiges Projekt
lanciert, bei dem es darum geht, heute noch bestehende Lebensräume
zu erhalten, zu erweitern und miteinander zu vernetzen. Von den
geplanten Massnahmen profitieren zahlreiche weitere Arten.
Das Ziel der Schulabschlussarbeit von Raphael als angehendem Landschaftsgärtner war, mittels Kleinstrukturen Sonnenplätze, sichere Verstecke, Eiablageplätze und Winterquartiere zu schaffen. Insgesamt errichtete er drei solcher Elemente. Entlang einer bestehenden Hecke errichtete er zwei Asthaufen, einen Steinhaufen und einen Wurzelstock-Sandhaufen.
Was im ersten Moment als wildes Durcheinander verschiedenster Materialien erscheint, wird von der Zauneidechse sehr geschätzt. Diese unterschiedlichen Strukturen kommt ihrem Bedürfnis nach Deckung sehr gut entgegen.