Elmar und Barbara Marti-Rölli
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Der Mini-Dinosaurier

Elf von vierzehn einheimischen Reptilienarten gehören zu den bedrohten Tierarten. Darunter ist auch die Zauneidechse. Sie ist zwar seit 1967 geschützt, aber trotzdem nimmt ihr Bestand dauernd ab.

Zauneidechsen finden ihren Lebensraum im Grenzbereich zwischen Wäldern und Offenland, in Heckenrändern, an Wiesenböschungen und an Ackerrändern. Zu finden sind sie auch entlang von Strassen, Eisenbahnlinien und Flussufern. Nebst dem sie ungenutzte Flächen wie Brachland und Altgras-Streifen suchen, lieben sie auch einzeln stehende Dornenbüsche sowie Ast- und Steinhaufen. Leider sind solche Kleinstrukturen in unserer heutigen gepflegten Landschaft selten geworden. Zudem macht die aus dem Süden eingewanderte Mauereidechse der einheimischen Zauneidechse den Platz streitig.

Die Albert-Köchlin-Stiftung in Luzern hat ein langfristiges Projekt lanciert, bei dem es darum geht, heute noch bestehende Lebensräume zu erhalten, zu erweitern und miteinander zu vernetzen. Von den geplanten Massnahmen profitieren zahlreiche weitere Arten.

Zauneidechsen lieben die Unordnung

Das Ziel der Schulabschlussarbeit von Raphael als angehendem Landschaftsgärtner war, mittels Kleinstrukturen Sonnenplätze, sichere Verstecke, Eiablageplätze und Winterquartiere zu schaffen. Insgesamt errichtete er drei solcher Elemente. Entlang einer bestehenden Hecke errichtete er zwei Asthaufen, einen Steinhaufen und einen Wurzelstock-Sandhaufen.

Was im ersten Moment als wildes Durcheinander verschiedenster Materialien erscheint, wird von der Zauneidechse sehr geschätzt. Diese unterschiedlichen Strukturen kommt ihrem Bedürfnis nach Deckung sehr gut entgegen.

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Die Liebe ist die wahre Lebenskraft, welche Wurzeln schlägt, Blüten treibt und Früchte bringt.Jeremias Gotthelf