
Bereits zirka 2000 vor Christus wurde
in Europa Dinkel (auch schlicht «Chorn» genannt) angebaut und war
bis vor hundert Jahren das wichtigste Brotgetreide der Schweiz. Dann
begann der Siegeszug des ertragreicheren Weizens. Robustheit und
Anspruchslosigkeit verhelfen ihm zu einer Renaissance.
Dinkel ist reich an Eiweiss und Mineralstoffen. Er enthält zudem
leicht verdauliche Kohlenhydrate und mehrfach ungesättigte
Fettsäuren.
Man erkennt den Dinkel an seiner Höhe und der charakteristischen
Form: Das Getreide wird bis zu anderthalb Meter hoch, die Ähre neigt
sich im reifen Zustand. Während der Ausreifung färbt sie sich
rötlich. Dinkelkörner bleiben beim Dreschen im Spelz eingeschlossen.