
Elmar und Barbara Marti-Rölli
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Ein noch existierender Betriebsplan aus
dem Jahre 1865 beweist, dass auf unserem Betrieb bereits einmal
Trauben angebaut wurden. Also ist die Idee eines eigenen Rebberges
nicht ganz neu. Als Anbauversuch pflanzten wir im Mai 2002 einige
Rebstöcke. Bereits im Herbst konnten wir die ersten Trauben ernten.
Nach der detaillierten Planung begannen wir im November 2003 mit der
Pflanzung.
Und seither ist der Jahresablauf des Rebberges grosser Bestandteil
unserer Betriebsarbeit. Nach dem Rückschnitt in der zweiten Hälfte
des Winters beginnt im April/Mai der Austrieb der Reben. Die Blüte
erfolgt in der zweiten Hälfte des Monats Juni. Ab Ende August,
Anfang September bis Mitte Oktober können die reifen Trauben
geerntet werden.
An Tafeltrauben werden einige
Anforderungen gestellt. Die ganze Traube soll sich lockerbeerig
präsentieren und eine frühe Reife erreichen. Die Beeren sollen
gross, saftreich, arm an Kernen und zartschalig sein. Trauben reifen
nach der Ernte nicht mehr nach, sondern bleiben am Stock hängen, bis
sie genussreif sind.
Die heute angebauten Sorten sind sehr gut resistent gegenüber
Mehltaukrankheiten und Botrytis. Das heisst aber nicht, dass sie
nicht befallen werden. Aber mittels Witterungsschutz kann die Gefahr
auf ein Minimum beschränkt werden. Tafeltrauben werden im
sogenannten V-System angebaut: Die Triebe werden im Laufe ihres
Jahreswachstums schräg nach aussen gezogen und an den Drähten
angebunden. Das bewirkt, dass die reifen Trauben frei hängen und
einwandfrei geerntet werden können.
Die Weintrauben-Reben werden als
vertikale Laubwand erzogen. Dies ist das weltweit verbreitetste
Erziehungssystem. Die Triebe werden senkrecht in Spanndrähte
gesteckt und so gehalten.
Sobald die Trauben mit der Ausreifung beginnen, wird die gesamte
Anlage mit einem feinmaschigen Netz gegen Wespen und Vögel
geschützt.