
Es ist die natürlichste Art der Kuhhaltung. Das Kalb bleibt nach der Geburt bei der Mutter und lebt zusammen mit den anderen Kühen, Kälbern und meistens einem Stier in einem Familienverbund. Die Fütterung der Kälber besteht vorwiegend aus Muttermilch und später auch aus Gras und Heu. Voraussetzung sind eingestreute Liegeflächen und ein permanent zugänglicher Auslauf im Winter und Weidehaltung im Sommer.
Gemäss «Mutterkuh Schweiz» sind in der
Schweiz 34 verschiedene Kuhrassen registriert, die zur
Fleischproduktion eingesetzt werden. Ideal für unseren Betrieb ist
die Rasse «Hereford».
Ursprünglich aus dem Westen Englands stammend sind Hereford ruhig,
anpassungsfähig und gute Raufutterverwerter. Ganz nach dem Leitsatz
«Fleisch aus Gras» füttern wir unsere Tiere nur mit betriebseigenem
Gras und Heu. Unsere Herde besteht aus rund 11 Kühen mit ihren
Kälbern und einem Stier. Im Winter leben sie in unserem grosszügigen
Laufstall, wo sie grosse, eingestreute Liegeflächen zur Verfügung
haben und einen permanenten Auslauf ins Freie nutzen können. Im
Sommer haben sie täglichen Weidegang, wobei sie vor allem bei sehr
warmen Temperaturen während des Tages im kühleren Stall sind. Mit
rund 10 Monaten kommen die Kälber auf einen anderen Bio-Betrieb, wo
sie in Gruppenhaltung weiterhin naturnah und tiergerecht bis zur
Schlachtreife gehalten werden. Denn bereits steht bei der Mutter die
nächste Geburt bevor.
Hereford-Tiere sind keine Leichtgewichte. Nebst ihrer Widerristhöhe
von durchschnittlich 130 cm (Stiere bis 140 cm) erreichen sie
Gewichte von 600 bis 800 kg. Stiere werden durchschnittlich 900 bis
1200 kg schwer. Und ja: Hereford ähneln sich fast «wie ein Ei dem
anderen». Nebst der roten Fellfarbe sind typischerweise der Kopf und
Hals, die Beine, die Schwanzquaste und der Nacken weiss.