Elmar und Barbara Marti-Rölli
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Was ist Mutterkuhhaltung?

Es ist die natürlichste Art der Kuhhaltung. Das Kalb bleibt nach der Geburt bei der Mutter und lebt zusammen mit den anderen Kühen, Kälbern und meistens einem Stier in einem Familienverbund. Die Fütterung der Kälber besteht vorwiegend aus Muttermilch und später auch aus Gras und Heu. Voraussetzung sind eingestreute Liegeflächen und ein permanent zugänglicher Auslauf im Winter und Weidehaltung im Sommer.

Hereford

Gemäss «Mutterkuh Schweiz» sind in der Schweiz 34 verschiedene Kuhrassen registriert, die zur Fleischproduktion eingesetzt werden. Ideal für unseren Betrieb ist die Rasse «Hereford».

Ursprünglich aus dem Westen Englands stammend sind Hereford ruhig, anpassungsfähig und gute Raufutterverwerter. Ganz nach dem Leitsatz «Fleisch aus Gras» füttern wir unsere Tiere nur mit betriebseigenem Gras und Heu. Unsere Herde besteht aus rund 11 Kühen mit ihren Kälbern und einem Stier. Im Winter leben sie in unserem grosszügigen Laufstall, wo sie grosse, eingestreute Liegeflächen zur Verfügung haben und einen permanenten Auslauf ins Freie nutzen können. Im Sommer haben sie täglichen Weidegang, wobei sie vor allem bei sehr warmen Temperaturen während des Tages im kühleren Stall sind. Mit rund 10 Monaten kommen die Kälber auf einen anderen Bio-Betrieb, wo sie in Gruppenhaltung weiterhin naturnah und tiergerecht bis zur Schlachtreife gehalten werden. Denn bereits steht bei der Mutter die nächste Geburt bevor.

Hereford-Tiere sind keine Leichtgewichte. Nebst ihrer Widerristhöhe von durchschnittlich 130 cm (Stiere bis 140 cm) erreichen sie Gewichte von 600 bis 800 kg. Stiere werden durchschnittlich 900 bis 1200 kg schwer. Und ja: Hereford ähneln sich fast «wie ein Ei dem anderen». Nebst der roten Fellfarbe sind typischerweise der Kopf und Hals, die Beine, die Schwanzquaste und der Nacken weiss.

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Mensch, Tier und Natur im Gleichgewicht

Die Liebe ist die wahre Lebenskraft, welche Wurzeln schlägt, Blüten treibt und Früchte bringt.Jeremias Gotthelf